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Tele-Notarzt für Niedersachsen eine Idee?

blaulichtUm den Tele-Notarzt ging es auf der Sitzung des Niedersächsischen Landtages am 24.11.2016. Abgeordnete der FDP Fraktion wollten wissen, wie die Landesregierung das Instrument des Telenotarztes bewertet. Ebenfalls gefragt wurde, ob es ein solches System, wie in Aachen, auch bereits in Niedersachsen gibt. Erfahren Sie aus der Pressemitteilung des Nds. Ministeriums für Inneres und Sport, was die Landesregierung über dieses System denkt.

Nach meiner Meinung muss man den Einsatz eines Telenotarztes differenziert betrachten.

Für den Bereich der arztbegleiteten Verlegungen kann es eine Lösung sein, um Notärzte für echte Einsätze zur Verfügung zu haben.Hier könnte und das zeigt Aachen auch, ein großer Einspareffekt vorhanden sein.

Für „Standard“ – Notfälle wie z.B. den Schlaganfall oder die Hypoglykämie sehe ich den Einsatz eines Telenotarztes kritisch. Dies sollten Notfallsanitäter/-innen  bzw. Rettungsassistenten/-innen sicherlich alleine hinbekommen. Ich hatte mir die Technik vor kurzem in Aachen angeschaut und Informationen zu den Verfahrensweisen bekommen. Danke an die Leitstelle Aachen und den Telenotarzt für die Möglichkeit zu schauen. In einem städtischen Bereich mit enger Krankenhausdichte muss man sehr genau abwägen, ob der Einsatz eines (Tele-)Notarztes  nicht die vor-Ort-Zeit unnötigerweise verlängert. Auf dem Lande könnte die Datenübertragung mit notwendigerweise hohen Bandbreiten  ein Problem darstellen. Soweit dies alles berücksichtigt wird, wäre es eine Überlegung wert. Die Vorhaltung entsprechender Technik wird aber sicherlich ebenfalls Kosten verursachen.

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Notfallsanitäter – Thema im Niedersächsischen Landtag

blaulichtDer Nds. Landtag hat im Rahmen einer Fragestunde über Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter gesprochen. Hintergrund war eine mündliche Anfrage mehrerer Abgeordneten der FDP-Fraktion. Es ging hier im Wesentlichen um ein mögliches Spannungsfeld in Bezug auf das Heilpraktikergesetz, die Kompetenzen und die Anwendung von invasiven Maßnahmen durch Notfallsanitäter. Nachfolgend finden Sie die Pressemitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport.

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Gesetzentwurf zur Änderung des Niedersächsischen Rettungsdienstgesetzes

Anewsm 25.08.2016 hat die Landesregierung einen Gesetzentwurf zur Änderung des Niedersächsischen Rettungsdienstgesetzes und der Allgemeinen Gebührenordnung zur Beschlussfassung in den Landtag eingebracht.

Änderungen sollen in den § 6a (Zentrale Koordinierungsstelle), § 9 (Rettungsmittel), § 10 (Personal),  § 11 Aufzeichnungen, § 20 (Genehmigungsbehörde), § 21 (Anwendung des Personenbeförderungsgesetzes) und § 31 (Bußgeldvorschriften) vorgenommen werden. Die im Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen formulierte „Bereichsausnahme“ soll in einer späteren Novelle bearbeitet werden.

Die Änderungen im § 10 NRettDG sehen den Einsatz von Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern in der Notfallrettung auf dem Rettungswagen vor. Hierzu ist eine Übergangsfrist bis zum 31.12.2022 formuliert worden. Bis zu diesem Tage darf ein Träger des Rettungsdienstes auch noch Rettungsassistentinnen und Rettungsassistenten als verantwortliche Kraft auf dem Rettungswagen in der Notfallrettung einsetzen. Dies ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Übergangsfristen für Rettungsassistentinnen und Rettungsassistenten zur Erlangung der Berufsbezeichnung „Notfallsanitäterinnen“ bzw. „Notfallsanitäter“ bereits zum 31.12.2020 enden werden (vgl. § 32 NotSanG).

Das weitere parlamentarische Verfahren bleibt abzuwarten.

LT-Drs. 17_6348

Eckpunktepapier 2016 zur notfallmedizinischen Versorgung

newsFachinfo:

Das Eckpunktepapier 2016 zur notfallmedizinischen Versorgung der Bevölkerung in der Prähospitalphase und in der Klinik ist erschienen.

Es definiert wichtige Rahmenbedingungen und Ziele, die als Grundlage für Strukturanforderungen und notfallmedizinische Planungen dienen.

Es kann kostenfrei über den nachfolgenden (externen) Link beim Springer Verlag heruntergeladen werden.

Eckpunktepapier 2016 zur notfallmedizinischen Versorgung der Bevölkerung in der Prähospitalphase und in der Klinik