{"id":11520,"date":"2026-04-04T12:50:28","date_gmt":"2026-04-04T10:50:28","guid":{"rendered":"https:\/\/m-pet.de\/?p=11520"},"modified":"2026-04-13T12:51:34","modified_gmt":"2026-04-13T10:51:34","slug":"rhpf-gewalt-gegen-rettungskraefte-bleibt-statistisch-sichtbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/m-pet.de\/?p=11520","title":{"rendered":"RhPf: Gewalt gegen Rettungskr\u00e4fte bleibt statistisch sichtbar"},"content":{"rendered":"\n<p>Eine aktuelle Landtagsdrucksache aus Rheinland-Pfalz befasst sich mit&nbsp;<strong>Beleidigungen, Angriffen und sonstigen Straftaten<\/strong>&nbsp;gegen Einsatzkr\u00e4fte, darunter auch den Rettungsdienst. Die Landesregierung greift daf\u00fcr auf die&nbsp;<strong>Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS)<\/strong>&nbsp;zur\u00fcck und wertet sogenannte&nbsp;<strong>Opferdelikte<\/strong>&nbsp;zum Nachteil von \u201esonstigen Rettungsdiensten\u201c aus. [1]<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei ist zun\u00e4chst ein methodischer Hinweis wichtig. Die Landesregierung weist ausdr\u00fccklich darauf hin, dass die PKS auf dem&nbsp;<strong>Zeitpunkt des Abschlusses der polizeilichen Ermittlungen<\/strong>&nbsp;beruht. Deshalb lassen die Zahlen keine punktgenauen R\u00fcckschl\u00fcsse auf den tats\u00e4chlichen Tatzeitpunkt zu. Hinzu kommt, dass unterj\u00e4hrige Daten nur eingeschr\u00e4nkt belastbar sind. Wer die Zahlen auswertet, darf sie also nicht als exakte Echtzeitlage missverstehen. [1]<\/p>\n\n\n\n<p>Innerhalb dieses statistischen Rahmens zeigt sich aber ein klares Bild. F\u00fcr Rheinland-Pfalz nennt die Drucksache&nbsp;<strong>114 Opferdelikte<\/strong>&nbsp;zum Nachteil von \u201esonstigen Rettungsdiensten\u201c im Jahr&nbsp;<strong>2021<\/strong>,&nbsp;<strong>158<\/strong>&nbsp;im Jahr&nbsp;<strong>2022<\/strong>,&nbsp;<strong>145<\/strong>&nbsp;im Jahr&nbsp;<strong>2023<\/strong>,&nbsp;<strong>127<\/strong>&nbsp;im Jahr&nbsp;<strong>2024<\/strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>56<\/strong>&nbsp;im&nbsp;<strong>ersten Halbjahr 2025<\/strong>. [1]<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Zahlen belegen keine einfache lineare Entwicklung. Sie steigen nicht Jahr f\u00fcr Jahr an, sondern schwanken. Gerade deshalb w\u00e4re es ungenau, hier vorschnell von einer permanenten Eskalation zu sprechen. Pr\u00e4zise ist nur diese Aussage: \u00dcber mehrere Jahre hinweg dokumentiert die PKS in Rheinland-Pfalz&nbsp;<strong>fortlaufend eine nennenswerte Zahl von Opferdelikten zulasten des Rettungsdienstes<\/strong>. [1]<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die rettungsdienstpolitische Diskussion ist das durchaus erheblich. Die Drucksache zeigt, dass Gewalt und sonstige strafrechtlich relevante \u00dcbergriffe auf Rettungskr\u00e4fte kein Randph\u00e4nomen sind. Auch wenn die Statistik methodische Grenzen hat, macht sie doch sichtbar, dass Belastung im Rettungsdienst nicht nur durch Personalmangel, Einsatzdichte oder Versorgungssteuerung entsteht, sondern auch durch konkrete Gef\u00e4hrdungen im Einsatzalltag. [1]<\/p>\n\n\n\n<p>Der sachliche Befund lautet daher: Rheinland-Pfalz kann das Problem statistisch nachweisen, ohne dass daraus eine einfache Trendformel abgeleitet werden darf. Gerade diese n\u00fcchterne Sicht ist f\u00fcr die politische und fachliche Einordnung wichtiger als jede vorschnelle Dramatisierung. [1]<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fundstellen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>[1] Landtag Rheinland-Pfalz, Drucksache&nbsp;<strong>18\/14312<\/strong>&nbsp;vom&nbsp;<strong>11.03.2026<\/strong>&nbsp;zu Drucksache&nbsp;<strong>18\/14168<\/strong>,&nbsp;<em>Antwort des Ministeriums des Innern und f\u00fcr Sport auf die Kleine Anfrage des Abgeordneten Matthias Joa (fraktionslos): Beleidigungen, Angriffe und sonstige Straftaten hinsichtlich Rettungsdiensten, Feuerwehren, Polizei<\/em>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine aktuelle Landtagsdrucksache aus Rheinland-Pfalz befasst sich mit&nbsp;Beleidigungen, Angriffen und sonstigen Straftaten&nbsp;gegen Einsatzkr\u00e4fte, darunter auch den Rettungsdienst. Die Landesregierung greift daf\u00fcr auf die&nbsp;Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS)&nbsp;zur\u00fcck und wertet sogenannte&nbsp;Opferdelikte&nbsp;zum Nachteil von \u201esonstigen Rettungsdiensten\u201c aus. [1] Dabei ist zun\u00e4chst ein methodischer Hinweis wichtig. 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