Nds. Landesausschuss Rettungsdienst veröffentlicht zwei Empfehlungen

Im aktuellen niedersächsischen Ministerialblatt (Nds.MBl.40/2017 S. 1316) sind zwei Empfehlungen des niedersächsischen Landesausschuss Rettungsdienst bekannt gemacht worden.

In der erste Veröffentlichung geht es um die Disposition von Rettungsmitteln bei Schul- bzw. Arbeitsunfällen. In diesen Fällen besteht häufig die irrige Annahme, dass auf Grund der Vorgaben der Versicherungen  in jedem Fall ein Rettungsmittel zu entsenden sei.

Der Landesausschuss Rettungsdienst stellt hierzu in Abstimmung mit der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV)  fest, dass für den Einsatz von Rettungsmitteln die gleichen Kriterien gelten, wie für alle anderen Notrufe auch. Es braucht nicht in jedem Fall, ein Rettungsmittel geschickt werden. Sondern nur in den Fällen, wo es nach Abfrage durch die Rettungsleitstelle auch notwendig ist. Darüber hinaus werden erläuternde Hilfestellungen für notwenige Beförderungen mittels Taxi bzw. Privat-PKW gegeben.

Im Weiteren wir ein Positionspapier zur Einführung einer webbasierten Informationsplattform für die Zuweisung von Notfallpatienten zur klinischen Versorgung veröffentlicht.

Solche Informationsplattformen werden bereits in eingen Bundesländern erfolgreich betrieben. In Niedersachsen haben mehrere Leitstellen (z.B. die Großleitstelle Oldenburger-Land AöR) für den Rettungsdienst das System IVENA erfolgreich getestet. Nunmehr wird durch das Positionspapier empfohlen, dass solche Informationsplattformen auch in Niedersachsen flächendeckend eingeführt werden.

11. Oldenburger Notfallsymposium

Zum 11.Oldenburger Notfallsymposium hat das Klinikum Oldenburg und der Malteser Hilfsdienst eingeladen. Am 11. November 2017 werden in der Zeit von 09:00 bis 17:00 Uhr erneut ein breites Spektrum an Themen angeboten.

  • Der besondere Notfall – natürlich tot?
  • Daten aus dem Traumaregister – Was kann die Präklinik lernen
  • Der Gemeindenotfallsanitäter – Zeit für einen Paradigmenwechsel?
  • ….
  • Terrorlagen
  • und vieles andere mehr.

Begleitet wird das Notfallsymposium durch eine Industrieausstellung.

Anmeldung, Programm, Flyer und weitere Informationen sind auf der Internetseite  www.notfall-symposium.de zu finden.

4. Satellitensymposium des Landesverbandes ÄLRD Niedersachsen/Bremen e.V.

Am 10. November 2017 in der Zeit von 10:00 – 15:45 Uhr findet bereits zum 4. Mal das Symposium der ÄLRD Niedersachsen/Bremen in Oldenburg statt.

In diesem Jahr ist der Austragungsort erstmalig im Museum Natur und Mensch (Damm 38-44) in Oldenburg.

Zielgruppe:
Führungskräfte aus allen Bereichen des Rettungsdienstes, Verantwortliche der Rettungsdienstträger und Kostenträger

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14. Notfallsymposium Bundeswehr

Am 11.10.2017 führt das Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst, das Bundeswehrkrankenhaus Westerstede und das Sanitätsunterstützungszentrum Wilhelmshaven in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie e.V. das 14. Notfallsymposium in Westerstede durch.

Veranstaltungsort ist, wie in den letzten Jahren, das Robert-Dannemann-Forum in Westerstede. Beginnend ab 08:30 Uhr wird erneut ein viefältiges Programm geboten. Eine Anmeldung ist erforderlich. Ab 17:30 Uhr besteht wieder die Möglichkeit an einem Grünkohlessen teilzunehmen.

Notfallsymposium_2017_Flyer.

 

Seminar „Bedarfsplanung im Rettungsdienst“

TermineBeim Niedersächsischen Studieninstitut für kommunale Verwaltung e.V. findet im 1.Halbjahr 2017 erneut ein Seminar zum Thema „Bedarfsplanung im Rettungsdienst“ statt.

Zielgruppe:

  • Mitarbeiter/innen des kommunalen Aufgabenträgers
  • kommunale Führungskräfte, die mit entsprechenden Kostenverhandlungen vertraut sind

Weitere Details zur Veranstaltung finden Sie hier.

Anmeldung Niedersächsisches Studieninstitut

Sachsen: Evaluation zur Einführung der Ausbildung zum/zur Notfallsanitäter/-in

newsDas Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz im Freistaat Sachsen hat die Einführung der Ausbildung zur Notfallsanitäterin bzw. zum Notfallsanitäter durch die Akkon-Hochschule für Humanwissenschaften evaluieren lassen. Dies geschah auf Grundlage eines Konsenspapiers, das vorsah die im September 2014 erstmalig angelaufene Ausbildung des Notfallsanitäters/-in zu evaluieren.

Das Konsenspapier finden Sie hier: Konsenspapier Notfallsanitäter/-in

Am 29.04.2015 hat der Sächsische Landtag eine Änderung des Sächsischen Gesetzes über den Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz (SächsBRKG) beschlossen. Ziel war es eine landesgesetzliche Grundlage zur Refinanzierung der Kosten durch die gesetzlichen Krankenkassen zu schaffen. Die Kosten der Ausbildung und Ergänzungsausbildung inklusive Kosten der staatlichen Prüfung und Ergänzungsprüfung nach dem NotSanG werden als Teil der Benutzungsentgelte im Rettungsdienst erfasst und damit der Refinanzierungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen unterworfen.

Ziel der Evaluation ist es, Handlungsempfehlungen zu erarbeiten. Diese sollen es den im Freistaat Sachsen an der Ausbildung beteiligten Akteuren ermöglichen, die Ausbildung zu Notfallsanitäter/-innen am tatsächlichen Bedarf im Freistaat Sachsen auszurichten. Die Ausbildung soll zudem optimal strukturiert, koordiniert und auch unter Kostengesichtspunkten effektiv organisiert zu gestalten und damit zur nachhaltigen Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung im Freistaat Sachsen mit Rettungsdienstleistungen beizutragen.

Die Kurzfassung des Abschlussberichtes zur Evaluation auf den Seiten des Sächsischen Staatsministeriums herunterzuladen. Link (ca. 11MB)

Der ausführliche Bericht kann beim Herausgeber, dem Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz – Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Albertstraße 10, 01097 Dresden, E-Mail: presse [at] sms [dot] sachsen [dot] de, angefordert werden.

Tele-Notarzt für Niedersachsen eine Idee?

blaulichtUm den Tele-Notarzt ging es auf der Sitzung des Niedersächsischen Landtages am 24.11.2016. Abgeordnete der FDP Fraktion wollten wissen, wie die Landesregierung das Instrument des Telenotarztes bewertet. Ebenfalls gefragt wurde, ob es ein solches System, wie in Aachen, auch bereits in Niedersachsen gibt. Erfahren Sie aus der Pressemitteilung des Nds. Ministeriums für Inneres und Sport, was die Landesregierung über dieses System denkt.

Nach meiner Meinung muss man den Einsatz eines Telenotarztes differenziert betrachten.

Für den Bereich der arztbegleiteten Verlegungen kann es eine Lösung sein, um Notärzte für echte Einsätze zur Verfügung zu haben.Hier könnte und das zeigt Aachen auch, ein großer Einspareffekt vorhanden sein.

Für „Standard“ – Notfälle wie z.B. den Schlaganfall oder die Hypoglykämie sehe ich den Einsatz eines Telenotarztes kritisch. Dies sollten Notfallsanitäter/-innen  bzw. Rettungsassistenten/-innen sicherlich alleine hinbekommen. Ich hatte mir die Technik vor kurzem in Aachen angeschaut und Informationen zu den Verfahrensweisen bekommen. Danke an die Leitstelle Aachen und den Telenotarzt für die Möglichkeit zu schauen. In einem städtischen Bereich mit enger Krankenhausdichte muss man sehr genau abwägen, ob der Einsatz eines (Tele-)Notarztes  nicht die vor-Ort-Zeit unnötigerweise verlängert. Auf dem Lande könnte die Datenübertragung mit notwendigerweise hohen Bandbreiten  ein Problem darstellen. Soweit dies alles berücksichtigt wird, wäre es eine Überlegung wert. Die Vorhaltung entsprechender Technik wird aber sicherlich ebenfalls Kosten verursachen.

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Notfallsanitäter – Thema im Niedersächsischen Landtag

blaulichtDer Nds. Landtag hat im Rahmen einer Fragestunde über Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter gesprochen. Hintergrund war eine mündliche Anfrage mehrerer Abgeordneten der FDP-Fraktion. Es ging hier im Wesentlichen um ein mögliches Spannungsfeld in Bezug auf das Heilpraktikergesetz, die Kompetenzen und die Anwendung von invasiven Maßnahmen durch Notfallsanitäter. Nachfolgend finden Sie die Pressemitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport.

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