Landesausschuss Rettungsdienst Niedersachsen 10/2017

Durch den Landesausschuss Rettungsdienst wurden im niedersächsischen Ministerialblatt mehrere Empfehlungen bzw. Positionspapiere veröffentlicht.

Im Nds. MBl. 40/2017 geht es zunächst um die Disposition von Rettungsmitteln bei Schul- und Arbeitsunfällen. Hiermit soll einer Fehlentwicklung entgegengewirkt werden. Es ließ sich feststellen, dass in diesem Bereich häufig auch bei Bagatellverletzungen  auf die Entsendung eines Rettungswagen bestanden wurde. Mit dem vorliegenden Papier wird nunmehr das richtige Verfahren beschrieben.

Weiterhin wird eine Empfehlung für die Einführung einer webbasierten Informationsplattform für die Zuweisung von Notfallpatienten zur klinischen Versorgung veröffentlicht. Hiermit können Notfallpatienten besser als geeigneten Kliniken zugewiesen werden. In Niedersachsen wurde in mehreren Pilotregionen (z.B. Großleitstelle Oldenburg, Landkreis Emsland und die Stadt/Region Hannover) das System IVENA getestet. Dieser Probebetrieb hat sich bewährt. Insofern macht eine flächendeckende Einführung Sinn.

In Nds. Mbl. 41/2017 gibt es eine Empfehlung zur notwendigen Neuausrichtung bei der Bearbeitung von Hilfeersuchen durch Rettungsleitstellen. Die Regelungen sollen eine differenzierte Disposition ermöglichen. Weiterhin sollen den Rettungsleitstellen mehr Steuerungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Weiterhin wird die Einführung eines einheitlichen Ausweises für die Kräfte der PSNV empfohlen.